7 Tipps für bessere Hundefotos


Hunde fotografieren: Teil 1

Hunde gehören zu den am meisten fotografierten Tieren. Kein Wunder, denn wenn man ohnehin mit dem Hund spazieren geht, kann man auch gleich die Kamera mitnehmen und Fotos von ihm machen. Spätestens nach den ersten Versuchen merkt man aber, dass es gar nicht so leicht ist, tolle Hundefotos zu schießen. Im ersten Beitrag zum Thema Hundefotografie gebe ich deshalb sieben nützliche Tipps für bessere Hundefotos. Im zweiten Teil gehe ich näher auf die technischen Voraussetzungen wie Kameraeinstellungen und die richtige Ausrüstung ein.

Hundefotos-Action04

Und Action! Ein Golden Retriever beim Apportieren

1. Ohne Spaß geht es nicht

Egal ob Mensch oder Tier – durch Zwang erreicht man keine schönen Fotos. Ich habe schon oft beobachtet, dass Herrchen oder Frauchen beim Fotoshooting mit ihren Hunden über das Ziel hinaus geschossen sind und auf Teufel komm raus tolle Fotos erreichen wollten. Meistens geht das aber total in die Hose und der Hund behält schlechte Erinnerungen an die Kamera im Gedächtnis. Zwingen Sie Ihren Hund zu nichts, was er nicht will. Versuchen Sie lieber, ihn bei dem, was ihm Spaß bereitet, zu fotografieren. Dabei entstehen nicht nur die actionreichsten Bilder (Hunde lieben Action!), sondern sie behalten Ihren Vierbeiner durch die Fotos auch in Erinnerung, wie er wirklich war!

Was Ihrem Hund Spaß bereitet, können Sie am besten beurteilen. Ob er mit Artgenossen herumtollt oder alleine über die Wiese flitzt, einem Ball oder einer Frisbee hinterherjagt oder die Felder umgräbt – aus jeder dieser Beschäftigungen kann man tolle Hundefotos zaubern.

2. Weg mit der Leine

Mir ist bisher noch kein gelungenes Hundefoto mit Leine vor die Augen gekommen. Und das hat auch seine Gründe. Die Leine wirkt nicht nur störend und vermittelt den Eindruck von Gefangenschaft – sie schränkt auch die Bewegungsmöglichkeiten des Hundes ein und verhindert, dass er spielen oder gar mit anderen Hunden herumtollen kann.

3. Raus in die Natur

Gute Hundefotos entstehen nicht auf der Couch oder im Garten! In der Natur ist der Hund in seinem Element. Er kann sich frei bewegen, die Welt erkunden und trifft auf Artgenossen. Auch der Fotograf profitiert von den viele Möglichkeiten, die ihm die Natur bietet. Die Herausforderung besteht darin, den idealen Platz für tolle Hundefotos zu finden. Oft sind das Wiesen, Felder, ein Wald oder Plätze, die an einem See oder Bach gelegen sind.

4. Auf den Hintergrund achten

Rennender Hund

Durch die Entfernung und die Brennweite von 400mm ist der Baum in Hintergrund kaum störend

Bei der Wahl des richtigen Ortes spielt auch der Hintergrund eine entscheidende Rolle. Zwar kann man mit der Wahl des Objektivs und der Blendenöffnung beeinflussen, wie sehr man den Hund freistellt, wichtig ist aber ebenso, welchen Abstand man zu welchem Hintergrund wählt. Um den Hund gut freizustellen, sollte man ihn möglichst bei Offenblende und motivfüllend fotografieren sowie einen großen Abstand zum Hintergrund einhalten. Bei der Wahl des Hintergrundes sollte man außerdem darauf achten, dass er nicht zu unruhig ist. Büsche oder kahle Bäume sollte man daher eher meiden.

5. Auf die Augen fokussieren

Portrait eines Hundes

Portrait eines Hundes: Der Fokus sitzt auf dem Auge, die Schnauze wird schon leicht unscharf.

Portrait eines Hundes

Ausnahmen gibt es auch: Hier sitzt der Fokus nicht auf den Augen, sondern auf der schmutzigen Schnauze! Warum? Weil es lustig aussieht … 🙂

Für gelungene Hundefotos reicht es längst nicht, einfach irgendwie den Hund zu fokussieren. Damit Ihre Fotos auch den Ausdruck des Hundes transportieren, sollten Sie – wie beim Menschen – immer auf dessen Augen fokussieren! Wählen Sie dazu manuell ein Fokusfeld und versuchen Sie damit beim Scharfstellen die Augen zu treffen. Der kontinuierliche Autofokus Ihrer Kamera hilft Ihnen dann, diesen Bereich zu verfolgen, bis Sie auslösen. Es bedarf zwar etwas Übung, bis man zuverlässig auf die Augen fokussiert, aber glücklicherweise muss Hundchen ja auch regelmäßig aus dem Haus, so dass man oft genug üben kann.

6. Auf Augenhöhe mit dem Hund

Portrait eines Hundes

Je kleiner der Hund, desto weiter runter muss man mit der Kamera!

Wenn Sie bisher immer bequem von oben herab fotografiert haben, werden Sie mit dem Tipp, den Hund auf Augenhöhe zu fotografieren, wohl den größten Unterschied zu Ihren bisherigen Hundefotos feststellen können. Es ist essentiell, dass die sich hinknien oder besser sogar auf den Boden legen, wenn Sie Hunde fotografieren. Dadurch gewinnen die Bilder viel mehr an Tiefe und Dynamik.

7. Teamwork: Einfacher geht’s zu zweit

Hund mit Frauchen

Perfekte Arbeitsteilung: Frauchen beschäftigt den Hund und der Fotograf kann sich aufs Knipsen konzentrieren.

Abhängig davon, bei welcher Beschäftigung Sie Ihren Hund fotografieren wollen, kann es nützlich sein, wenn jemand Sie dabei unterstützt. Viele Hunde sind total verrückt danach, Bälle, Frisbees oder Stücke zu apportieren. Sie sind aber auch sehr schnell dabei! Egal, wie weit man den Ball auch wirft – bis man die Kamera in der Hand hat und bereit zum Fotografieren ist, steht der Hund samt Ball in der Schnauze schon vor einem und hächelt fröhlich in die Linse. Wenn das der Fall ist, sollten Sie darüber nachdenken, jemanden mitzunehmen, der mit dem Hund spielt, während Sie ihn fotografieren. Achten Sie darauf, dass die Person dann direkt hinter Ihnen steht und den Hund motiviert, zu sich zu rennen (z.B. mit einem Spielzeug). Sobald der Hund angerannt kommt, ergibt sich ein tolles Motiv.

Ein Hund rennt direkt auf die Kamera zu

Es entsteht der Eindruck, dass der Hund zum Fotografen rennt, obwohl er sein Herrchen fixiert

 


Steffen Körber

Über Steffen Körber

Mein Name ist Steffen Körber und ich bin leidenschaftlicher Fotograf, Ausrüstungs-Freak und Blogger für action-photos.de Über meine Begeisterung für Sport bin ich durch Zufall zur Fotografie gekommen. Daraus entwickelte sich schnell eine Leidenschaft mit der Ambition, Fotografie professionell zu betreiben.