Manfrotto 393 – Tele-Neiger für Sparfüchse 2


Manfrotto 393

Für jedes Einsatzgebiet braucht es den richtigen Stativkopf. Naturfotografen, die mit langen Brennweiten unterwegs sind, um Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren, kommen an einem Tele-Neiger (auch als „Affenschaukel“ bekannt) kaum vorbei. Diese Art von Stativkopf trägt schwere Superteleobjektive und bietet trotz großer Bewegungsfreiheit eine hohe Stabilität. Zu den günstigeren Tele-Neigern zählt der Manfrotto 393.

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Die Nikon D800 mit Nikon AF-S 400/2,8 II und TC-20EII stellen für den Manfrotto 393 kein Problem dar.

Der Manfrotto 393 Tele-Neiger ist aus Aluminium gefertigt und wiegt ca. 1,6 kg. Er ist für ein Gewicht von bis zu 20kg ausgelegt. Ich verstehe solche Gewichtsangaben bei Stativköpfen stets als maximale Tragkraft, nicht jedoch als empfohlenes Arbeitsgewicht. Dass ein Stativkopf ein Gewicht von 20 kg aushält, bedeutet nicht unbedingt, dass man damit noch komfortabel und zuverlässig arbeiten kann. Im Falle der gezeigten Kombi beträgt das Gewicht jedoch nur ca. 5 kg, was für den Manfrotto 393 absolut unbedenklich ist.

Zum Lieferumfang des Manfrotto 393 gehört auch eine passende Schnellwechselplatte mit Quick Release und 1/4 und 3/8 Schrauben, die an den Stativfuß geschraubt wird, um die Kamera am Stativkopf zu befestigen. Je nach Position des Stativsfußes am Objektiv ist es leichter oder schwerer, die Kamera-/Objektivkombination auszubalancieren. Durch die stufenlose Einstellung der Friktion an den beiden seitlichen Einstellschrauben ist es jedoch möglich, gerade einen solchen Widerstand einzustellen, dass die Kamera sich nicht von alleine bewegt und sich trotzdem mit nur einem Finger leichtgängig bewegen lässt. Dadurch ist es möglich, die Kamera sehr entspannt zu bedienen, während man bewegte Motive (z.B. Vögel im Flug) fotografiert. Bei solchen Schwenks bewegt sich der Manfrotto 393 butterweich und ohne Ruckler.

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Der Manfrotto 393 hier auf einem stabilen Dreibeinstativ

Im Gegensatz zu den meisten anderen Teleneigern hat der Manfrotto 393 eine zweiarmige Konstruktion, die sich für mich im Alltag als etwas umständlich erweist. Zum einen ist der Neiger dadurch etwas sperriger in den Abmessungen, was den Transport erschwert. Zum anderen ist es umständlicher, große Objektive daran zu befestigen. Das abgebildete 400/2,8 beispielsweise lässt sich nur anbringen, wenn die Gegenlichtblende abmontiert wird.

Abgesehen davon punktet der Manfrotto 393 Tele-Neiger jedoch in mehrfacher Hinsicht. Ich habe ihn schon seit Jahren regelmäßig im Einsatz und bin stets aufs Neue von der hochwertigen Verarbeitung und Zuverlässigkeit begeistert. Nicht zuletzt angesichts des vergleichsweise niedrigen Preises ist der Manfrotto 393 Tele-Neiger für mich ein absoluter Kauftipp.

Wer wirklich gute Ergebnisse erzielen will und sich längere Zeit in der Natur aufhält, sollte den Neiger aber unbedingt mit einem stabilen und hochwertigen Dreibeinstativ verwenden.

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Steffen Körber

Über Steffen Körber

Mein Name ist Steffen Körber und ich bin leidenschaftlicher Fotograf, Ausrüstungs-Freak und Blogger für action-photos.de Über meine Begeisterung für Sport bin ich durch Zufall zur Fotografie gekommen. Daraus entwickelte sich schnell eine Leidenschaft mit der Ambition, Fotografie professionell zu betreiben.


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2 Gedanken zu “Manfrotto 393 – Tele-Neiger für Sparfüchse

  • Mario Engel

    Hi Steffen,
    habe mir den Teleneiger 393 angeschafft und stehe nun vor der Frage, wie ich das Teil auf ein Stativ Manfrotto 190 X PROB befestige kann? Braucht man eventuell einen Adapter o.ä.? Hast Du eine Idee? Danke !!!
    Viele Grüsse
    Mario

    • AP47admin

      Hallo Mario,

      schau mal nach, welches Gewinde dein Stativ hat und welches der 393 braucht. Es kann sein, dass du deinen Adapter von 3/8 auf 1/4 brauchst. Ist denn sowas bei Lieferumfang des 393 dabei?

      Viele Grüße
      Steffen