10,5mm Nikon Fisheye – die Spaßlinse!


Das AF DX Fisheye-Nikkor 10,5 mm 1:2,8G ED gehört zu den exotischeren Linsen. Fisheye oder Fischaugen-Objektive werden besonders häufig bei Extrem- und Funsportarten eingesetzt und gehören deshalb nicht unbedingt in jede Fototasche. Tatsächlich erreicht man damit aber eine sehr interessante und unverkennbare Bildwirkung. Aus diesem Grund setzen viele Sportfotografen diese Art von Objektiv gerne ein, um außergewöhnliche Aufnahmen zu machen. Beim 10,5/2,8 Fisheye von Nikon handelt es sich eigentlich um eine Linse für das DX-Format. Den gleichen Bildausschnitt erreicht man an einer Vollformat-Kamera mit dem 16mm Fisheye, das Nikon ebenfalls im Sortiment hat.

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AF DX Fisheye-Nikkor 10,5 mm 1:2,8G ED

Der Autofokus des Fisheyes ist ordentlich und mit Abstrichen auch für Sport brauchbar. Aufgrund der geringen Brennweite besitzt das Objektiv abgeblendet schon eine hohe Tiefenschärfe und ist daher auch bei schlechten Lichtverhältnissen einsetzbar. Über 50cm Motivabstand fokussiert das Objektiv bereits auf unendlich, so dass man beinahe alles auch manuell zuverlässig scharfstellen kann. Dadurch eignet sich das Fisheye übrigens perfekt für eine Remotekamera, um beispielsweise Actionaufnahmen an Orten zu ermöglichen, die sonst für Fotografen nicht zugänglich oder zu gefährlich sind.

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Hier dient das Fisheye als Objektiv für die Remotekamera hinter dem Tor

Diese Aufnahme entstand beim Testen der Hintertor-Remote-Kamera. Wie man hier sehr gut sehen kann, krümmt sich das Bild eines Fisheyes vor allem im oberen und unteren Bereich. In der Mitte bleiben die Linien gerade. Durch die Nähe zum Netz bekommt man beim Betrachten das Gefühl vermittelt, direkt im Bild zu sein.

DX Fisheye an FX

Obwohl es mit dem 16mm Fisheye eigentlich ein FX-Äquivalent gibt, ist es in Mode gekommen, das 10,5mm Fisheye an Vollformat-Kameras zu nutzen. Nutzt man dieses Fisheye beispielsweise an einer Nikon D800, wird automatisch der DX-Modus aktiv, bei dem die Kamera den Bildausschnitt auf den Wert 1,5 (also DX) stellt. Effektiv ist das dann eine Brennweite von 16mm. Den DX-Modus kann man jedoch im Kameramenü deaktivieren, wodurch man das Objektiv dann mit der realen Brennweite von nur 10,5mm nutzen kann. Die Kehrseite davon ist, dass man nun über den angedachten Blickwinkel von 180° hinausgeht und die fest am Objektiv angebrachte Gegenlichtblende plötzlich im Bild auftaucht.

Gegenlichtblende „abrasieren“

Möchte man diese störenden schwarzen Ränder der Gegenlichtblende umgehen, muss die Gegenlichtblende eben weichen. Und da sie fest am Objektiv angebracht ist, führt kein Weg an der brachialen Methode des Absägens. Obwohl es mir zunächst verrückt erschien, einem teuren Objektiv mit einer Säge auf den Leib zu rücken, habe ich mich wegen der erhofften Bildwirkung doch dazu entschlossen. Beim Umbau muss einem natürlich bewusst sein, dass die Linse dabei zerstört werden kann und dass ein Wiederverkauf unter Umständen nur erschwert möglich ist. Für mich hat sich der Umbau aber durchaus gelohnt, weil ich ohnehin nicht vorhabe, diese Objektiv wieder zu verkaufen. Man kann die Linse nach der Rasur übrigens weiterhin ganz normal auch an DX-Kameras bzw. im DX-Modus benutzen.

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Das AF DX Fisheye-Nikkor 10,5 mm 1:2,8G ED nach dem Rasieren

Angemerkt sei aber, dass man durch den erweiterten Bildwinkel noch vorsichtiger sein muss, dass man nicht den eigenen Kopf oder die Füße mit auf das Bild bekommt. Außerdem ist die Frontlinse nicht mehr geschützt, wenn man ausversehen gegen etwas stößt. Dies kann bei 10,5mm Brennweite durchaus häufiger vorkommen, weil man die Distanz zum Motiv beim Blick durch den Sucher massiv unterschätzt.

Fotos mit dem Objektiv vor der Rasur bzw. im DX-Modus

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Motocross-Start mit dem AF DX Fisheye-Nikkor 10,5 mm 1:2,8G ED im DX-Modus

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Motocross-Start mit dem Fisheye 10,5mm f2,8 im DX-Modus

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Nah dran: nur wenige Zentimeter trennen den Fahrer und das Fisheye Objektiv

Fotos mit dem Objektiv nach der Rasur bzw. im FX-Modus

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Motocross-Start mit dem AF DX Fisheye-Nikkor 10,5 mm 1:2,8G ED im FX-Modus

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Aufnahme meiner Hündin (Nikon D3 und Nikon Fisheye 10,5mm f2,8 im FX-Modus)

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Steffen Körber

Über Steffen Körber

Mein Name ist Steffen Körber und ich bin leidenschaftlicher Fotograf, Ausrüstungs-Freak und Blogger für action-photos.de Über meine Begeisterung für Sport bin ich durch Zufall zur Fotografie gekommen. Daraus entwickelte sich schnell eine Leidenschaft mit der Ambition, Fotografie professionell zu betreiben.

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